Retrofit and Monitoring of B.I.B

Ausgangslage

Mittels einer halbautomatischen Brauanlage entstehen in der Firma B.I.B. einzigartige und hochwertige Biere. Aufgrund fehlender Prozessüberwachung und einer minimalen Automatisierung der Anlage, entschied sich die Firma das Projekt „Retrofit and Monitoring of B.I.B.“ in Zusammenarbeit mit SmartPeak AG zu starten.

Als Ausgangslage präsentierte sich eine funktionsfähige Bierbrauanlage, welche jedoch nur über einen einzigen Temperatursensor für das ganze System verfügte und nur minimal automatisiert war.

In enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern, ihrem Know-how zum Brauprozess und der innovationsfreudigen Art aller Beteiligten wurde die Aufgabenstellung erfolgreich erarbeitet.

Aufgabenstellung

Die Aufgabenstellung des Projekts wurde durch drei Arbeitspakete (AP) definiert. Diese waren wie folgt:

AP 1: Erstellen der Hardware
In diesem Arbeitspaket wurden zunächst eine SGK mit SPS geplant und erstellt, verschiedenen Messsensoren montiert und elektrisch installiert. Dabei wurden verschiedene mechanische Änderungen, wie das Anbringen von Tauchhülsen oder die Anpassung von Rohrleitungen, von der Firma B.I.B. durchgeführt.

AP 2: Prozessüberwachung
Die Ausgangslage bestand darin, dass im ganzen Brauprozess nur eine einzige Temperaturmessung vorhanden war, welche auf einer Steuerung angezeigt wurde. Weiter waren in den Lagertanks autonome Messeinrichtungen vorhanden, mit welchen die Kühlung der Lagertanks gesteuert wurden. In diesem Arbeitspaket sollte daher eine neue Software für die Prozessüberwachung und Steuerung der Kühlung erstellt werden. Diese sollte auch über ein Touchpanel visualisiert werden.
Weiter war der Wunsch des Unternehmens, eine zentrale Prozessüberwachung zu erreichen, bei der künftig die Daten für Auswertungen zur Verfügung stehen.
Um Zeit und Ressourcen zu sparen sollte zudem automatisch ein Brauprotokoll generiert werden, welches nach jedem Brauprozess zum Ausdruck zur Verfügung steht.

AP 3: Sudhausoptimierung
Im letzten Arbeitspaket wurde der Aufheizvorgang des Maischebottichs erweitert. Durch die Trägheit des Systems muss der Bottich bei gewissen Anforderungen aktiv mit Kaltwasser gekühlt werden. Dies geschah vor der Projektumsetzung durch den manuellen Handeingriff des Brauers. Da dies eine Fehlerquelle sowie einen erhöhten Zeitaufwand bedeutete, wurde dieses Ventil durch ein Magnetventil ersetzt, welches durch die neue Steuerung angepeilt wird. In diesem Arbeitspaket wurde mithilfe des Know-hows der Brauer eine optimale und kosteneffiziente Lösung zum Regeln der Mantelkühlung entwickelt.

Kundennutzen

  • Einsparung von Arbeitszeit
  • Gleichbleibend hohe Bierqualität infolge hoher Wiederholgenauigkeit
  • Höhere Energieeffizienz durch getaktete Kühlung
  • Übersicht verschiedener Messwerte im ganzen System
  • Prozessrückverfolgbarkeit zu jeder Zeit per Trendaufzeichnung
  • Flexible Bedienung über Vorortbedienung oder Mobile Devices
  • Software für das einfache Erstellen des Brauprotokolls